Mit Können und einer gehörigen Portion Glück ging die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga für
die Sportschützen der BSG Stadtwerke Norderstedt am letzten Sonntag in Hannover zu Ende.
Während sonst immer die Luftgewehrschützen das Aushängeschild des Werksteams waren,
sind es dieses Mal die Luftpistolenschützen gewesen, die in der niedersächsischen
Landeshauptstadt für eine Überraschung sorgten.
Nach dem ersten von zwei Durchgängen lagen die Stadtwerke-Schützen auf dem dritten Platz
mit 1.810 Ringen unter neun Mannschaften. Aber dieses nur mit sechs Ringen hinter dem
Schützenverein Assel (1.816 Ringe), der als Tabellensiebter der letzten Zweitliga-Saison
ebenfalls an der Aufstiegsrunde teilnehmen musste.
In der Summe der Stadtwerke-Ergebnisse gab es noch Luft nach oben. Felix Kemner und Janina
Richert waren sehr nervös in ihren Wettkämpfen und verhinderten ein noch besseres Ergebnis.
Der zweite Durchgang aller Teams brachte das Stadtwerke-Team eigentlich in eine exzellente
Ausgangsposition. Die Wandsbeker Schützengilde schoss nach 1.808 Ringen im 1. Durchgang
1.809 Ringe im 2. Durchgang. Damit war das Tor bei einer ähnlichen Leistung wie im ersten
Durchgang für das Werksteam weit geöffnet, zumal auch der bisherige Zweite, die SSG
Wittlage nach 1.815 Ringen im ersten Durchgang nur 1.787 Ringe geschossen hat. Beide Teams
waren im Zeitplan vor den Stadtwerke-Schützen an der Reihe, sodass das Ergebnis dieser
beiden Teams bekannt war. Damit begann allerdings das Nervenkostüm der Norderstedter
doch stärker an zu flattern, als es Teamchef Jürgen Schumacher lieb war. Dieses Mal waren es
die beiden eigentlich stärksten Schützen im Team, die Ringe liegen ließen. Diego Ortiz und
Daniel Greutner zeigten ungewohnte Schwächen und als Mannschaft reichte es nur zu 1.802
Ringen. Komplettiert wurden die Ergebnisse durch die dänische Meisterin, Luise Rasmussen.
Damit wäre im Normalfall der Aufstieg futsch und als ungeschlagener Hamburg-Ligist der
letzten drei Jahre hätte es eine weitere Runde auf Landesverbandsebene geben müssen.
Umso größer war nach der anfänglichen Niedergeschlagenheit der Jubel als bei der
Ergebnisbekanntgabe, nicht nur der SV Assel und die Wandsbeker Schützengilde auch die BSG
Stadtwerke Norderstedt als Aufsteiger ausgerufen wurden. Da der Schützenverein Uetze seine
Mannschaft aus der 2. Bundesliga abgemeldet hat, wurde ein dritter Aufstiegsplatz frei.

